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Kategorie: Elberadweg

Elberadweg

Lorenzkirch

Lorenzkirch

Lorenzkirch

Lorenzkirch?! Nie gehört! Wo soll das liegen, fragt man sich.

Ein kleines Dorf, an der Elbe gelegen mit nur etwa 120 Einwohnern, gehört seit 2012 zu schönsten Dörfern Sachsens“? Kaum vorstellbar!?

Wer Lorenzkirch besucht, spürt , sobald er auf die Alte Salzstraße einbiegt, dass  dieser Ort etwas ganz Besonderes an sich hat. Man schaut über die Elbwiesen hinüber nach Strehla auf die Stadtsilhouette, die Kirche und das Schloss, welche über der Stadt thronen. Alles strahlt Schönheit, Ruhe und Frieden aus. Läuten dann noch die Kirchenglocken der Sankt Laurentius Kirche, ist die Idylle vollkommen

So etwa hat es Otto Eduard Schmidt in einem seiner mehrbändigen Werke geschrieben.

Zitat aus „ Kursächsische Streifzüge“ von Otto Eduard Schmidt

Das interessanteste der Elbdörfer ist meiner Meinung nach Lorenzkirch, am rechten Elbufer gegenüber der hochragenden Stadt und Burg von Strehla…

In praller Mittagsglut brachte mich der Fährmann von Strehla hinüber in die grüne Elbaue, in deren Mitte Lorenzkirch liegt. 

Das ganze lang gestreckte Dorf hat die Gestalt eines Schiffes, der Kirchturm ist der Mastbaum dazu, die Wanten bilden die mit zuckerhutförmigen Eisbrechern ausgerüstete, dem Strome zugekehrte Ummauerung und der das Dorf umfassende beraste Damm. Die hinter der Schutzmauer liegenden Häuser des Dorfes sind zum Teil recht ansehnlich durch hochgestaltete Giebel und Dächer und durch den Blumenschmuck der Gärten.  

Namentlich der mit einem Mansardendach gekrönte rechteckige Steinbau, der die Buden für den Lorenzkircher Markt enthält, und das ehemalige Küchengut des Mühlberger Klosters mit seiner breiten Einfahrt fallen dem Wanderer auf. Das anmutigste Haus aber von außen ist das, worauf ich zustrebe, das Pfarrhaus. …“

Otto Eduard Schmidt

Spätestens jetzt könnte man ein klein wenig neugierig werden und eventuell etwas mehr über dieses Dorf erfahren wollen. Dazu dienen Geschichtstafeln, die von der Interessengemeinschaft Lorenzkirch erarbeitet und am Rastplatz für Radler sowie am Fährweg aufgestellt wurden.

Ja, es ist schon ein bemerkenswertes, kleines Dörfchen.  Urkundlich erwähnt wurde es im Jahre 1274. Die Originalurkunde befindet sich in den Kirchenunterlagen